schön den "Herrn des Hauses" mal wieder zu sehen :-)
> Also wieso nicht einfach den Kondensator vergrössern und die Eingangsbeschaltung wie von dir beschrieben mit Feet zum energiesparen?
Da hätte ich genauer gucken sollen. Ich hatte vermutet, daß an Pin 6 die "Piepfrequenz" von 1 kHz oder so abgegriffen wird, weil der Piezopieper BZ1 halt nur eine Piezoscheibe ist. Das war falsch.
BZ1 ist so ein vollintegrierter Pieper, der beim Anlegen von 9V piept.
Rechnen wir mal nach:
Der Oszillator schwingt laut Datenblatt mit 1/(2,2 * Rt * Ct ). Das sind rechnerisch f0 455 Hz bei 100kOhm und 10nF.
An Pin 6 (Q7) liegen f0:27 = 3,55 Hertz.
An Pin 3 (Q14) liegen f0:214 = 0,02 Hz, entsprechend 36 Sekunden Periodendauer.
Damit ergibt sich nach Start der Schaltung eine 1 an Q14 nach 18 Sekunden.
Der Pieper wird mit 3,5 Hz ein- und ausgeschaltet, das ist wohl etwa der Takt, den auch viele bilige REiseuhren produzieren, bieeep,____,bieeep,____,bieeep,____, ... Das geht 18 Sekunden lang, dann geht das Spiel geht von vorne: 18 Sekunden Ruhe, gefolgt von gepiepe.
-> Meine Idee mit "weitere Diode von ca. Q9 oder Q10..." bitte streichen, intermittierendes Piepen ist schon in der Originalschaltung drin.
-> Kondensator vergrößern ist kein Problem.
Die "Qualität" des im 4060 verbauten Inverteroszillators ist sowieso fragwürdig. Das gilt für alle Inverteroszillatoren, weil die Umschaltpunkte der Inverter (siehe Blockdiagramm des 4060) halt nicht sonderlich temperaturstabil sind.
Schwingen tun die Inverteroszis nach einigen Takten Einschwingphase meist recht zuverlässig, die Frequenz driftet aber permanent.
Die Genauigkeit reicht für die hier vorgesehene Anwendung aber sicherlich.
Die Einschaltzeit soll nun von 18 Sekunden auf ca. 5 Minuten = 300 Sekunden d.H. um einen Faktor 15..20 vergrößert werden.
Das ist mit Ct = 100..150..220nF wahrscheinlich problemlos möglich.
Dann hat man mit Rt=100kOhm und Ct=220nF f0=1/(2,2 * Rt * Ct )=20Hz
Statt Q7 (Pin 6) verwende man Q4 (Pin 7), hier ist die höchste Frequenz (1,3 Hz) für das Intermittieren zu bekommen.
An Q14 (Pin3) sind dann 0,000126 Hz = Periodendauer 792 Sekunden (rechnerische Genauigkeit!) zu bekommen.
Der Pieper geht also nach t4/2 = ca. 400 Sekunden = 6:40 Minuten das erste mal an.
Diese Zeit passt hoffentlich in das "Zeitfenster", das sich Manfred vorgestellt hat, mit 150 nF liegt er wohl besser an 5 Minuten dran; das kann jeder selbst rechnen.
Zu den Kondensatoren: Z5U(+/-20%) und X7R (+/-10%) Keramik-Vielschicht ist von der Wertetoleranz das Allerletzte! Nett zum Filtern von Spannungsversorgungen, aber für Timingzwecke nicht zu gebrauchen. Da schneidet "sogar" ein X- oder Y- (MP)-Kondensator aus einem Netzfilter besser ab.
NPO-Keramik (+/-5%) geht, aber ist in großen Größen (>> 1nF) nicht erhältlich.
Man lese ht tp:// de.wikipedia.org/wiki/Kondensator_(Elektrotechnik)#Temperaturabh.C3.A4ngigkeit und für Keramikkondensatoren auch:
ht tp:// de.wikipedia.org/wiki/Kondensator_(Elektrotechnik)#Spannungsabh.C3.A4ngigkeit
Super sollen ja Folienkondensatoren sein, entweder PPS oder Teflon, aber wo kriegt man sowas?
An dieser Stelle würde ich tatsächlich mal ausprobieren wollen, ob man mit 150nF in 10% Polyester www.reichelt.de/?ARTICLE=31423;
oder eher mit Rt=2,2MOhm und einem 5% FKP-Kondensator www.reichelt.de/?ARTICLE=7714; bessere Werte erzielt.
Was ist das eigentlich für eine komische Resetschaltung im "Originalschaltplan" ? Warum R1 = 10kOhm ? Wäre da nicht ein 10..100nF Kondensator besser, damit sich ein echtes RC-Einschaltglied ergibt ? Was passiert eigentlich, wenn die Schaltung wie im Originalschaltplan per LDR "langsam" mit Spannung versorgt wird ? Ein RC-Glied produziert da nicht unbedingt einen sauberen Reset, aber tut das die gezeigte R-R-Kombination ?
-Theo
- Re: Zwei-Inverter-Oszillator Harald Wilhelms 02.06.2010 15:54
(0)
- Re: Kondensator vergrössern: solte gehen Knolle_P 01.06.2010 22:24
(0)