ich bin elektronischer Laie mit folgendem Problem. Meine Zentralheizung hat Raumregler, diese öffnen jeder einzeln stromlos geschlossene Stellglieder am Heizkreisverteiler mit 220 V Schaltspannung. Diese Schaltspannung an den Stellgliedern soll nun die Heizkreispumpe einschalten. Mit welchen Relais 220 V Eingang mit permanent anliegender Spannung oder elektronischer Alternative könnte man die Sache realisieren. Mir sind keine bekannt, die ich dazu verwenden könnte. Die Energieeinsparung eines solchen Pumpenstopps wäre immens und von der Logik ohne die Nachteile anderer Differenzregler. Für einen guten rat wäre ich sehr dankbar.
Tja, es gibt schon Relais mit 230V Erregerspannung, z.B. Schrack RT424730. Aufpassen musst du nur, wenn du die Pumpe von mehreren Stellen aus einschalten willst - willst du das? Habe ich nicht ganz erkennen können. Wenn ja, am einfachsten für jeden Stellausgang ein einzelnes Relais.
Alternativ kleinen Trafo und dazu passendes Kleinspannungsrelais.
Die Stellglieder sitzen alle nebeneinander im Heizkreisverteiler. Es müsste jeder ein Relais bekommen, da ich erst nach dem Relais alle Schaltpotentiale zusammen klemmen kann. Vor den Relais würden sonst alle Stellglieder Spannung bekommen und öffnen. Bei Kleinspannungsrelais bräuchte ich m. E. dann je Stellglied einen separaten. Sind die o.g. Relais von Schrack für eine andauernde Erregerspannung ausgelegt? Im Heizwärmebedarf würden diese Stunden oder Tage ununterbrochen unter Erregerspannung stehen. Die Lastseite müsste auch Dauerspannung schalten. Es dürfen also keine Stromstoßrelais sein. Sind diese Anforderungen bei den o. g. Schrack-Relais erfüllt?
Danke im Voraus.
I.a. sind diese Relais dauereinschaltfest, o.g. ist es auf jeden Fall. Wenn nicht, steht es im Datenblatt.
Da diese Relais nicht ganz billig sind, lohnt es sich vielleicht, über Alternativen nachzudenken:
-Abgriff der Steuersignale auf der Niederspannungsseite, falls möglich
-Trickschaltung: von jedem Schaltausgang (230V) über eine Diode 1N4007 auf ein einziges Relais gehen, parallel zum Relais einen Kondensator 400V, ca. 0,1µ), 2. Spulenkontakt auf Nulleiter. Jedes AC-Relais funktioniert auch mit DC, allerdings muss die Spannung reduziert werden, da der induktive Blindwiderstand entfällt. Durch die Einweggleichrichtung und den kleinen Kondensator liegt die Effektivspannung bei ca. 100V DC, dass passt. Solange also an irgendeinem Steuerausgang 230V liegen, ist das Relais angezogen. Lohnt sich, wenn mehr als 2 Kreise vorhanden sind.
Klingt interessant, auch wenn mir zum völligen Durchblick die Kenntnisse fehlen. Kann ich nach der Diode nicht auch einen Vorwiderstand vor das Relais einbauen um die Spannung auch auf 5 V abzusenken.
Im Prinzip ja, aber:
Wichtig ist einzig und allein der Strom, der durch das Relais fliesst. Bei gegebenem Widerstand der Spule ist das eben genau bei Nennspannung der Fall.
Ein übliches 12V-Relais mit 230V-Kontakt hat z.B. 220 Ohm Widerstand (ca. 1W Erregerleistung, erfordert also einen Strom von 55mA, macht dann mal eben eine Verlustleistung von ca. 10W im Vorwiderstand - ein dickes Ding, welches ziemlich warm wird. Je weniger Strom ein Relais braucht, umso günstiger wird die Sache insgesamt, also landest du dann doch beim 230V-AC oder 110V-DC-Relais. Mit einem 48V-Typ könnte es auch noch passabel klappen, ohne sich eine weitere Heizung einzubauen.
Nach der Diode arbeite ich doch mit Gleichspannung, wenn auch nicht geglättet. Gleichstromrelais ziehen doch m. E. auch bei quasi gepulsten Strömen. Ein o.g. Relais kostet in der Tat ab ca. 5 EUR und ich habe insgesamt 11 Kreise.
Bei gepulster Gleichspannung brummen Relais stark, vielleicht sogar so stark, das der Kontakt jede Halbwelle kurz öffnet, nicht zu empfehlen, auf jeden Fall lästig. Ein kleiner Kondensator muss schon dazu.
Aber 1 Relais, 11 Dioden und ein Kondensator, das passt doch.
Bei Reichelt gibts auch ein passendes Relais:
FIN 40.61.8 230V
- Re: Ansteuerung Heizungspumpe durch Stellglied Henry Breitner 29.04.2009 16:21
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