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63595 Welchen Strom bekomme ich? - Thomas Voelker 15. Juni 2018 18:41:45

Ich habe in einem Elktronik Bastelforum erfahren, das mit Schaltnetzteilen aus PC ein recht gutes Netzteil gebaut werden kann. Dies hat mich gereizt und meine Gedanken schweifen lassen. Da war die Rede davon das mit den 12 V Spannungen und den 5 V eine Differenzspannung von 7 v entsteht. Soweit so gut, doch nun mein Problem: bei 5V hab hab ich einen möglichen Strom von 16A, bei 12 V einen Strom vom 18 A. Wie groß wird jetzt die möglich Belastung bei den erwähnten 7V sein?


63596 Re: Welchen Strom bekomme ich? - Theodor Wadelow 16. Juni 2018 12:00:5663595

Hallo Thomas,

> Ich habe in einem Elktronik Bastelforum erfahren, das mit Schaltnetzteilen aus PC ein recht gutes Netzteil gebaut werden kann.
Ahem. Jein. Das ist eine laange Geschichte. Wenn Du genau x Volt bei y Ampere brauchst, wärst Du mit einem einstellbaren oder modifizierbaren Ein-Spannungs-Netzteil besser dran. Es sei denn Du willst ein Motherboard (nach ATX-Standard) mit Strom versorgen. Dann ist das PC-Netzteil besser.
Da PC-Netzteile zumeist eine Mindestlast benötigen (z.B. 5V: 2A, 12V: 1A, 3.3V:2A) sind sie auch nicht auch ohne weiteres einschaltbar. "Zumeist", wire gesagt. Betrifft viele aber nicht alle PC-Netzteile.

> Dies hat mich gereizt und meine Gedanken schweifen lassen. Da war die Rede davon das mit den 12 V Spannungen und den 5 V eine Differenzspannung von 7 v entsteht.
Korrekt, ABER:
Sowohl der 5V-Ausgang wie auch der 12V-Ausgang sind als "Ausgang" konstruiert. Die Gleichrichter hinter dem Trafo lassen auch gar keinen Stromfluß in die andere Richtung zu.
Wenn man nun 7V abgreift, dann fließt der Strom aus dem 12V Ausgang über den 7V-Verbraucher in die 5V Last und nicht in den 5V Ausgang! Die Stromstärke aus dem 5V-Ausgang sinkt entsprechend. Das geht bei einem "regulär" belasteten PC-Netzteil (z.B. insgesamt 200W für den PC [Leerlauf], verteilt über alle Ausgänge) ganz gut für ein paar Lüfter (z.B. 3x2W) die man mit 7V statt 12V versorgen will damit sie langsamer laufen. Wenn die aus dem 5V-Ausgang gelieferte Strommenge unter die Mindeststrommenge (mindestens 0A, weniger geht nicht, Gleichrichter!) sinkt, dann entsteht am 5V-Ausgang eine Überspannung an und bessere Netzteile würden sich jetzt Notabschalten. Schlechtere machen einfach mehr als 5V (töten deinen PC), ganz schlechte brennen.

> Soweit so gut, doch nun mein Problem: bei 5V hab hab ich einen möglichen Strom von 16A, bei 12 V einen Strom vom 18 A.
> Wie groß wird jetzt die möglich Belastung bei den erwähnten 7V sein?
a) etwa Null, Du kannst in den 5V-Ausgang wie gesagt keinen Strom hineinfließen lassen. Das nackte Netzteil alleine ohne Last bekommst Du vermutlich garnicht eingeschaltet.
b) Mit einer externen Last von 16A bei 5V (80W zu verheizen!) könntest Du theoretisch 16A aus dem 12V Ausgang ziehen, die dann über den 7V Verbraucher in die 5V-"Extralast" fließen würden. Der 5V-Ausgang würde dann 0A liefern, so das Netzteil das kann.
c) mit z.B. mindestens 2A Belastung am 5V-Ausgang könnte man den externen Verbraucher auf 5V 20A dimensioniern. Dann 18A aus dem 12V-Ausgang in den 7V-Verbraucher flie0en lassen, 2A aus dem 5V-Ausgang und die Stromsumme geht wieder auf. Problem: zieht der 7V-Verbraucher zu wenig Strom, dann wird der 5V-Ausgang überlastet und das Netzteil schaltet Not-ab. Der 7V-Verbraucher bekommt bei der Abschaltung vorübergehend auch mehr als 7V. Das passiert immer beim Start, d.h. die Schaltung läuft so nicht von alleine an.
d) mit z.B. mindestens 2A Belastung am 5V-Ausgang könnte man den externen Verbraucher auf 5V 16A dimensioniern. Dann 14A aus dem 12V-Ausgang in den 7V-Verbraucher flie0en lassen, 2A aus dem 5V-Ausgang und die Stromsumme geht wieder auf. Diese Variante funktioniert beim Einschalten weil das Netztei ldie 16A für die Last alleien liefern kann und es funktioniert bei vollen 14A an 7V weil der 5V Ausgang des Netzteiles dann immernoch 2A liefert. Gegebenenfalls muß der 3.3V-Auagang des Netzteiles auch noch mit einer Mindestlast belegt werden.

Wenn Du das Schema wie oben erklärt verstanden hast kannst Du mit den Strömen selber rechnen. Was ich nicht erraten kann (und Du vermutlich auch nicht) sind die Belastungs- und Abschaltgrenzen deines Netzteiles. Die Belastungsgrenzen sind auch nicht einfach zu ermitteln, denn die an einer Ausgangsspannung ohne Überlast entnehmbaren Ströme hängen meistens auch von den auf den anderen Spannungen entnommenen Strömen ab.

Anders gefragt: Was willst du denn tun und wofür brauchst Du 7 Volt? Könnte man das Problem vielleicht auch anders regeln? Geht ein PWM-Regler?

-Theo


63597 Re: Welchen Strom bekomme ich? - el-haber 25. Juni 2018 10:24:5463595

Hi,
der Ansatz trägt nicht!
Schaltnetzteile sind keine Stromsenken!
(Analoge Spannungsquellen im übrigen auch nicht)

cu
st
oc


63605 Re: Welchen Strom bekomme ich? - Schreib eine Antwort 24. Juli 2018 09:02:5463595

Das geht so nicht!!


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