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63492 Impulsübertragung per Funk - Harry 14. Januar 2018 21:08:48

Hallo zusammen,
mein Projekt sieht wie folgt aus:
ein Windrad erzeugt bei seiner Umdrehung einen Impuls über ein Red-Relay. Diesen Impuls möchte ich per Funk an meine Wetterstation im Haus übertragen (ca. 40 Meter) und dort in einen digitalen Zähler fließen lassen.
Habe mir deshalb ein Sender / Empfänger gekauft. Der Sender arbeitet auf 366Mhz. Bei der Funkübertragung treten aber ständig Störimpulse auf.
Hat jemand eine Lösung, wie man einen einfachen Impuls auf diese Weise übertragen kann? Mit Codierung und so habe ich leider keine Ahnung.
Danke schon mal für eine Antwort.


63493 Re: Impulsübertragung per Funk - el-haber 15. Januar 2018 13:02:4463492

Hi,
schau Dir doch mal die Projekte 59 und 60 an.
damit könntest du z.B an Deinem Wetterhäuschen auch noch die Impulse von einem Regen-Tausensor, einem Schneemelder und eventuell codiert die Windrichtung übertragen.

Der Senderkanal / EMpfängerkanal wird jeweils vor dem IR-LED-Treiber abgetrennt, so dass nur die Codier-Schaltung HT12A etc. übrig bleiben.
Die HT gibt es in 3 Ausführungen: 4-Kanal - 256 Adressen, 1 Kanal - 1024 Adressen, und den 4-Kanal Empfänger (Schaltung 60.)

Anstelle der IR-LED-Treiber kommt dann der 433MHz-Transceiver dran. evantuell am Ausgang vom HT12D noch eine Entprell-Schaltung, mit der Störungen unterdrückt werden.
z.B. Monoflopp, das auf die Periodendauer der höhsten Windgeschwindigkeit eingestellt ist. - Damit werden alle Störsignale unterdrückt, die schneller sind als diese maximale Frequenz.

cu
st


63494 Re: Impulsübertragung per Funk - Theodor Wadelow 15. Januar 2018 13:34:0463492

Hallo Harry,

> ein Windrad erzeugt bei seiner Umdrehung einen Impuls über ein Reed-Relay.
> Diesen Impuls möchte ich per Funk an meine Wetterstation im Haus übertragen
> (ca. 40 Meter) und dort in einen digitalen Zähler fließen lassen.
Schick !

> Habe mir deshalb ein Sender / Empfänger gekauft. Der Sender arbeitet auf 366Mhz.
Bitte Nein! 366MHz ist für private Signalisierungszwelke nicht zugelassen, siehe Frequenzplan der BNetzA, ht tps://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Frequenzplan.pdf . Seite 258 teilt die Frequenz 366 MHz militärischen Zwecken und/oder Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu.
Bitte einen 433 MHz (alt) Sender benutzen oder noch besser im neueren 866-868 MHz-Band (genau: 868,6
- 869,7 MHz; Teilplan 251, Seite 317 im o.a. PDF) arbeiten- Für 40m größtenteils Luft-Strecke sollte das in Ordnung sein.
Passende Sendemodule z.B. bei Pollin.de (Suche nach 'Funkmodul' und nimm' eines *ohne* SPI-Anschluß!)
Die 2.4 GHz-Moduele wären auch nett, allerdings bräuchte man da wohl welche mit Antennenkontakt und dann eine Antenne mit etwas Richtwirkung auf Sende- und Empfangsseite damit man durch fast überall vorhandenen störenden WLANs 'durchkommt'.

> Bei der Funkübertragung treten aber ständig Störimpulse auf.
> Hat jemand eine Lösung, wie man einen einfachen Impuls auf diese Weise übertragen kann? Mit Codierung und so habe ich leider keine Ahnung.
Siehe el-haber. Dessen Lösungsansatz finde ich gut.
Falls HT-12 und Konsorten schwer zu beschaffen sind, guck' mal nach MC145026 (Sender) MC145027 (Empfänger) (MC145028) Empfänger. Das muß aber bestimmt erst 1x auf dem Steckbrett als Dummy aufgebaut werden, ohne HF-Verbindung dazwischen um zu gucken ob das geht. Der 45027 wäre sogar bei Reichelt verfügbar, leider ist er (dort?) teuer.
Die Moderne(re) lösung wäre sicherlich ein Mikrocontroller der nach einem Impuls ein paar mehr Pulse schickt und einer im Empfang der auf diese Vielzahl von Pulsen lauscht und nur be irichtigem Bitmuster die Pulse weitergibt. Das simpelste wäre vermutlich RS232 zu senden mit 1-2 Bytes 'verabredeten' Daten, z.B. 0xA583 oder sowas und nur dann den Puls zur Wetterstation zu geben wenn auch das empfangen wird. Einzelne Störpulse erzeugen hoffentlich nicht so ein Muster (Wahrscheinlichkeit 1:65536) und dann ist's gut.

-Theo


63495 Re: Impulsübertragung per Funk - Harry 15. Januar 2018 20:11:5963494

Hallo Harry,
> ein Windrad erzeugt bei seiner Umdrehung einen Impuls über ein Reed-Relay.
> Diesen Impuls möchte ich per Funk an meine Wetterstation im Haus übertragen
> (ca. 40 Meter) und dort in einen digitalen Zähler fließen lassen.
Schick !
> Habe mir deshalb ein Sender / Empfänger gekauft. Der Sender arbeitet auf 366Mhz.
Bitte Nein! 366MHz ist für private Signalisierungszwelke nicht zugelassen, siehe Frequenzplan der BNetzA, ht tps://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Frequenzplan.pdf . Seite 258 teilt die Frequenz 366 MHz militärischen Zwecken und/oder Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu.
Bitte einen 433 MHz (alt) Sender benutzen oder noch besser im neueren 866-868 MHz-Band (genau: 868,6
- 869,7 MHz; Teilplan 251, Seite 317 im o.a. PDF) arbeiten- Für 40m größtenteils Luft-Strecke sollte das in Ordnung sein.
Passende Sendemodule z.B. bei Pollin.de (Suche nach 'Funkmodul' und nimm' eines *ohne* SPI-Anschluß!)
Die 2.4 GHz-Moduele wären auch nett, allerdings bräuchte man da wohl welche mit Antennenkontakt und dann eine Antenne mit etwas Richtwirkung auf Sende- und Empfangsseite damit man durch fast überall vorhandenen störenden WLANs 'durchkommt'.
> Bei der Funkübertragung treten aber ständig Störimpulse auf.
> Hat jemand eine Lösung, wie man einen einfachen Impuls auf diese Weise übertragen kann? Mit Codierung und so habe ich leider keine Ahnung.
Siehe el-haber. Dessen Lösungsansatz finde ich gut.
Falls HT-12 und Konsorten schwer zu beschaffen sind, guck' mal nach MC145026 (Sender) MC145027 (Empfänger) (MC145028) Empfänger. Das muß aber bestimmt erst 1x auf dem Steckbrett als Dummy aufgebaut werden, ohne HF-Verbindung dazwischen um zu gucken ob das geht. Der 45027 wäre sogar bei Reichelt verfügbar, leider ist er (dort?) teuer.
Die Moderne(re) lösung wäre sicherlich ein Mikrocontroller der nach einem Impuls ein paar mehr Pulse schickt und einer im Empfang der auf diese Vielzahl von Pulsen lauscht und nur be irichtigem Bitmuster die Pulse weitergibt. Das simpelste wäre vermutlich RS232 zu senden mit 1-2 Bytes 'verabredeten' Daten, z.B. 0xA583 oder sowas und nur dann den Puls zur Wetterstation zu geben wenn auch das empfangen wird. Einzelne Störpulse erzeugen hoffentlich nicht so ein Muster (Wahrscheinlichkeit 1:65536) und dann ist's gut.
-Theo

Danke Theo, Deine Antwort ist sehr aufschlussreich. Insbesondere auch wegen der benutzen Frequenz. Ich werde Deinen Rat befolgen und erstmal die Lösung von el-haber ausprobieren.


63496 Re: Impulsübertragung per Funk - Harry 15. Januar 2018 20:36:0463493

Hi,
schau Dir doch mal die Projekte 59 und 60 an.
damit könntest du z.B an Deinem Wetterhäuschen auch noch die Impulse von einem Regen-Tausensor, einem Schneemelder und eventuell codiert die Windrichtung übertragen.
Der Senderkanal / EMpfängerkanal wird jeweils vor dem IR-LED-Treiber abgetrennt, so dass nur die Codier-Schaltung HT12A etc. übrig bleiben.
Die HT gibt es in 3 Ausführungen: 4-Kanal - 256 Adressen, 1 Kanal - 1024 Adressen, und den 4-Kanal Empfänger (Schaltung 60.)
Anstelle der IR-LED-Treiber kommt dann der 433MHz-Transceiver dran. evantuell am Ausgang vom HT12D noch eine Entprell-Schaltung, mit der Störungen unterdrückt werden.
z.B. Monoflopp, das auf die Periodendauer der höhsten Windgeschwindigkeit eingestellt ist. - Damit werden alle Störsignale unterdrückt, die schneller sind als diese maximale Frequenz.
cu
st

Danke el-haber,
sieht gut aus. Wenn ich das Schaltbild vom Empfänger (Projekt 60) richtig verstehe, wird das Eingangssignal in den Pin14 des HD12D geführt.


63497 Re: Impulsübertragung per Funk - el-haber 16. Januar 2018 17:01:2763496

Hi,
ja der Eingang von Projekt 60, an dem du Deine Funkstrecke anflanschen kannst ist der Pin 14.
Allerdings - wie Theo weiter oben schreibt, der HT12A,B,C,D ist mittlerweile Obsolete.
Es gibt noch andere Encoder-Bausteine und die dazu passenden Decoder-Bausteine . - Schau mal bei alldatasheet.com mit dem Suchbegriff ENCODER
die verschiedenen Pärchen haben jeweils unterschiedliche Signalisierungsarten auf der Übertragungsstrecke, die dann damit gegen Störungen sicher sein soll.

Der Ausgang des Empfängers kann dann einen Monoflop (einfachster Fall - 2 Transistoren) ansteuern, der für eine bestimmte Zeit ein 1-Signal liefert und nicht "nachtriggerbar" ist. (Google hilft dir bei der Schaltungsbeschaffung z.B. 2 TR, 4 R, 1C - oder 1x4093, 1R, 1C)
Die Zeit in der dann die 1 am Ausgang anliegt ist für Störimpulse der Windrad-Schaltung unempfindlich.
In der Zeit, in der das Monoflop eine 0 am Ausgang hat, können wieder neue Impulse vom Windrad aufgenommen werden.

Eine Entprellung des Windrad-Signales vom REED-Relay mit Hilfe eines Widerstandes und Kondensators hilft auch, damit der Eingang sauber an die Übertragung geht.

Schreib einfach, was für eine Löusng du gefunden und realisiert hast. Auch wenn du weitere Fragen hast oder Unterstützung brauchst.

cu
St


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